Tausendfüßer - Myriapoda

Centrobolus splendidus Centrobolus splendidus

Beschreibung

Tausendfüßer (Myriapoda) auch Doppelfüßer (Diplopoda) oder Schnurfüßer sind auf der ganzen Welt zu finden außer an der Nord- und Südpolregion.
Tausendfüßer sind Boden Bewohner die unter Falllaub und Wurzeln leben. Ihre Aktivitätszeit ist in der Dämmerung und in der Nacht.

Am Kopf haben sie ein paar Antennen (auch Fühler genannt, damit ertasten sie Gegenstände und auch Futter) sie haben mehrere Einzelaugen über den Antennen. Der Rumpf besteht aus den ersten 4 einfachen Segmenten die nur ein Beinpaar besitzen. Die übrigen Segmente sind Doppelsegmente mit je zwei Beinpaaren, in den Doppelsegmenten haben sie auch ihre Organe. Tausendfüßer sind Tracheenatmer. Die Tracheenöffnungen befinden sich an der Unterseite (Bauchseite) an den Segmentabschnitten auf jeder Seite. Die Unterseite ist weich und verletzlich, wird er bedrängt oder bedroht, rollter er sich zusammen um die Unterseite zu schützen.
Sie haben aber noch eine andere Abwehrmethode, aus Wehrdrüsen, die sich an den Seiten befinden, sondern sie ein Sekret ab das Blausäurehaltig ist. Das hinterlässt hässliche verfärbte Flecken auf der Haut, die erst nach einigen Tagen wieder verschwinden. Bei Füßer Haltern wird das als saften bezeichnet. Es können Allergische Reaktionen ausgelöst werden.
Allergiker sollten aus Sicherheitsgründen Handschuhe tragen.
Auch wenn sie Tausendfüßer heißen, haben sie keine Tausend Beine. Der Tausendfüßer mit den meisten Beinen ist Illacme plenipes mit bis zu 750 Beinen, der nach 80 Jahren in Kalifornien wiederentdeckt wurde.

Mardonius parillis acuticonus Mardonius parillis acuticonus

Häutung

Für eine reibungslose ungestörte Häutung suchen sie Verstecke unter Wurzeln/Borken oder graben sich Höhlen, dort wird die alte Haut abgestreift und nach der Häutung gefressen. Diese Prozedur kann schon mal einige Wochen dauern. In dieser Zeit sollte man sich beherrschen und nicht ständig nach den Füßern buddeln. Das stört und bei zu viel Stress oder Störungen könnten sie möglicherweise sterben. 

Narceus americanus Narceus americanus

Futter

Ihre Nahrung besteht aus toten pflanzlichen Überresten wie Blätter und faulendem, zersetzendem Holz von Buchen, Eichen, Birken. Reifes Obst und Gemüsesorten verschmähen sie aber auch nicht und es wird sehr gern genommen.
Für die Proteinversorgung bietet man Fischfutter was immer zur Verfügung stehen kann. Außerdem eingeweichtes Hunde- oder Katzentrockenfutter.

Telodeinopus aouttii Telodeinopus aouttii

Zucht

Bei den Männchen ist am 7.ten Segment das erste Beinpaar zum Geschlechtsorgan (Gonopoden) umgebildet. Die Weiblichen Geschlechtsorgane (Vulva) sind am 2.ten Beinpaar. Beim erwachsenen Männchen sind die Gonopoden deutlich zu erkennen. Sie können die Gonopoden aber auch in eine Tasche einziehen.

Die Paarung kann einige Minuten bis mehrere Stunden dauern. Dazu liegen sie Bäuchlings aneinander. Dabei betasten sie sich  mit ihren Fühlern und dann sieht es aus als wenn sie mit ihren Beinen gegeneinander laufen. Viele Tausendfüßer legen ihre Eier einzeln ab. Zum Schutz werden die Eier mit zerkautem Organischem Material eingehüllt, danach sehen sie aus wie Kotkügelchen. Andere bauen Erdhöhlen für ihre Eier. Und dann werden von einigen auch Ootheken für ihre Eier gebaut.
Nach der Eiablage dauert es dann noch einige Tage oder Wochen bis es zum Schlupf der Larven kommt. Die Larven sind Farblos und weisen nur 7 Beinpaare auf, bei jeder Häutung kommt jeweils ein Segmente mit Beinpaaren dazu.

Centrobolus splendidus färben sich Centrobolus splendidus färben sich

Systematik

ohne Rang:                           Bilatera
ohne Rang: Urmünder - Protostomia
Überstamm: Häutungstiere - Ecdysozoa
Stamm: Gliederfüßer - Arthropoda
Unterstamm: Tausendfüßer - Myriapoda LATREILLE 1802
Klassen:   Doppelfüßer - Diplopoda
                       Hundertfüßer - Chilopoda    
                       Wenigfüßer - Pauropoda   
                       Zwergfüßer - Symphyla