Schlangen Boa und Python

Schlangen (lat.serpentes) gehören zur Unterordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata).
Ihre Vorfahren waren echsenartig. Schlangen haben einen langgestreckten Körper und bis auf wenige Ausnahmen sind ihre Gliedmaßen vollkommen zurückgebildet. Einige Schlangen besitzen noch rudimentäre Reste der Hinterbeine (Aftersporen oder Afterklauen genannt) z.B. bei Riesenschlangen.

Die Größten unter den Schlangen

Die zwei größten rezenten Schlangenarten sind der Netzpython (Malayopython reticulatus) und die Große Anakonda (Eunectes murinus)  Sie können enorme Längen von acht bis neun Metern erreichen.

Haut und Häutung

 Die Schlangenhaut besteht aus drei Schichten: 
-Oberhaut - Epidermis,
-Lederhaut - Dermis, und der
-Unterhaut - Subdermis
Schlangen häuten sich ein Leben lang. Mit zunehmendem alter wird der Zeitraum zwischen den Häutungen immer größer. Unter die Hornschicht, die abstirbt dringt Luft, und wird langsam vom Rest abgelöst. Dadurch kommt es zu einer Milchigen Trübung.
Die Tiere sehen Matt oder schmutzig aus, die Augen sind Milchig grau. Hautzellen die darunter liegen wachsen, es wird eine neue Hautschicht gebildet, die kurz darauf verhornt. In dieser Zeit stehen sie ihrer Umwelt schutzlos gegenüber. Ist die neue Haut verhornt, fängt die Schlange an sich mit der Schnauzenspitze zu reiben. Die alte Haut reißt auf und die Schlange kriecht durch enge Spalten, rauhe Astgabeln, über rauhe Steine um die alte Haut abzustreifen. Nach der Häutung sind die Augen wieder klar und die Schuppen klar gefärbt. Die alte Haut wird Exuvie oder Natternhemd genannt.

Sinnesorgane zur Wahrnehmung

Schlangen können unterschiedliche Reize ihrer Umwelt wahrnehmen. Sie können Gerüche über die Nase oder der gespaltenen Zunge aufnehmen. Die Zunge wird in das Jacobsonsche Organ geführt wo die Gerüche analysiert werden und sie Informationen gewinnen ob es sich um Beutetiere oder paarungsbereite Geschlechtspartner handelt. Züngelt eine Schlange häufig, erkundet sie ihre Umgebung.
Es gibt Arten die besitzen Sinnesorgane zur Wahrnehmung infraroter Strahlung. Grubenottern haben so ein Sinnesorgan das Grubenorgan, es sitzt zischen dem Auge und dem Nasenloch. Mit diesem Grubenorgan können sie Temperaturunterschiede bis 0,003°C wahrnehmen. Riesenschlangen haben Labialgruben sie sind in den Schuppenreihen von Ober- und Unterlippe. Sie sind nicht so empfindlich wie das Grubenorgan können aber Temperaturunterschiede bis 0,026°C wahrnehmen. 

Systematik

Reihe: Landwirbeltiere - Tetrapoda
Überordnung: Schuppenechsen - Lepidosauria
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata
-Toxicofera
Unterordnung: Schlangen - Serpentes