Phyllium celebicum, Wandelndes Blatt

Lateinischer Name: Phyllium celebicum
Deutscher Name: Wandelndes Blatt
Englischer Name: Celebes Leaf Insect

Wandelndes Blatt, Phyllium celebicum, Weibchen Weibchen

Herkunft

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Thailand, China, Burma, Celebes und die Philippinen.

Größe

Die Weibchen können eine Grösse von 8 - 9 cm erreichen. Die Männchen bleiben mit 6 - 7 cm etwas kleiner.

Aussehen

Nach dem Schlupf sind sie rot oder rotbraun gefärbt. Erst nach der ersten Nahrungsaufnahme färben sie sich grün. Ihre Farbe kann einheitlich grün oder grün mit braunen Rändern oder braun sein. Sie können auch unterschiedliche Färbungen der güntöne aufweisen.

Beide Geschlechter haben Verbreiterungen an den Beinen (Loben).

Lebensraum

Sie bewohnen tropische und subtropische Waldgebiete.

Terrarium

Die Terrariengröße für ein Pärchen oder ein Männchen und zwei Weibchen (1,2) sollte 30 x 30 x 40 LxBxH aufweisen. Als Bodenbelag eignet sich Küchenkrepp, das hält die Feuchtigkeit und es ist schnell auszuwechseln. Was man auch alle drei bis vier Tage tun sollte. Noch ein Vorteil ist, dass es nicht so schnell schimmelt. Damit keine staunässe entsteht, ist für eine gute Belüftung zu sorgen.
Die Häutung bekommt man kaum mit, da sie meistens in den Nachtstunden vollzogen wird. Nach der Häutung wird die abgestreifte Haut gefressen.
Sie sind Meister im imitieren von Blättern.

wandelndes Blatt, Phyllium celebicum, Männchen       Männchen

Verhalten

Sie sind Meister im imitieren von Blättern (Blattmimese). Männchen einiger Arten haben die Fähigkeit ihre Beine abzuwerfen um Fressfeinden zu entkommen. Phyllium celebicum verfügen über Wehrdrüsen und können ein milchiges ätzendes Wehrsekret verspritzen.

Temperatur

Die Temperaturen können am Tag zwischen 22 - 27°C schwanken und Nachts auf Zimmertemperatur zurückgehen.

Luftfeuchtigkeit

Zwischen 70 - 90%. Substrat und Einrichtung sollten jedoch jeden zweiten Tag bespüht werden um die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten.

Wandelndes Blatt, Phyllium celebicum, Paar                 Paar

Zucht

Unterscheiden lassen sich die Geschlechter relativ einfach. Die Weibchen haben einen breiteren Körper und am Hinterleibsende zwei Einbuchtungen, sie besitzen nur kurze Fühler. Sie haben breite Deckflügel, die zweidrittel des Hinterleibs bedecken.
Männchen sind wesentlich schlanker und das Hinterleibsende läuft spitz zu, sie haben nach der Imaginalhäutung (Reifehäutung) sehr lange Fühler. Die Unterflügel reichen bis zum Hinterleibsende. Die Flügeldecken sind relativ klein.
Sobald beide Geschlechter die Imaginalhäutung (Reifehäutung) hinter sich haben, werden die Weibchen nur noch von den Männchen verfolgt. Die Männchen sind ständig auf dem Rücken der Weibchen um sich mit ihnen zu paaren.
Kurz nach der Paarung fangen die Weibchen an Eier zu legen. Die Entwicklungsdauer der Eier beträgt 4 - 6 Monate. Phyllium-Arten werden erfolgreich in Terrarien oder Insektarien gehalten und auch Nachgezüchtet.
Mein Männchen ist leider vor der Imaginalhäutung der Weibchen verstorben. Die Weibchen haben ca. vier Wochen nach der Imaginalhäutung angefangen Eier zu legen, die Eier sammelte ich raus und separierte sie in einer extra Dose zur Inkubation, auch wenn sie nicht befruchtet waren. Die Neugier ob es auch bei dieser Art eine Parthenogenese (Jungfernzeugung) gibt war groß. Bei einer Parthenogenetischen Fortpflanzung können es allerdings alles nur Weibchen werden.

Ei vom wandelnden Blatt, Phyllium celebicum           Ei
Wandelndes Blatt, Phyllium celebicum, Nympfe        Nympfe

Futterpflanzen

Sie fressen Eichen- Brombeer- und Guaveblätter.

Systematik

Erstbeschreibung: DE Haan, 1842

Überstamm: Häutungstiere - Ecdysozoa
Stamm: Gliederfüßer – Arthropoda
Überklasse: Sechsfüßer - Hexapoda
Klasse: Insekten - Insecta
Unterklasse: Fluginsekten - Pterygota
Ordnung: Gespenstschrecken – Phasmatodea

Überfamilie: Phyllioidea
Familie: Phylliidae
Unterfamilie: Phylliinae