Fangschrecken - Mantodea

Bizarre Geschöpfe.
Meister der Tarnung und absolut faszinierend!

Dictyoptera

Ist eine Überordnung der Insekten.
In dieser Überordnung werden die Schaben mit ungefähr 4600 Arten, Termiten mit ungefähr 3000 Arten sowie die Fangschrecken mit 2300 Arten zusammengefasst.

Astmantis,Euchomenella macrops Euchomenella marcrops

Getarnt als Blätter, trockene Äste, Rinde oder Blüten verschmelzen sie mit ihrer Umgebung.
Mantis kommt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie “Wahrsager” oder “Prophet”.

Beschreibung

Ihre Äussere Gestalt ist einzigartig und faszinierend zugleich. Der grosse, dreieckige, überaus bewegliche Kopf, mit den grossen Facettenaugen. Und diese bemerkenswerten Mundwerkzeuge. Die bedornten Fangbeine, die man mit einem Klappmesser vergleichen kann. Einige Arten besitzen ein unpaares Gehör zwischen den Hinterhüften. Es können Töne in einem Berreich von 25 - 45 kHz gehört werden.
Es gibt ca. 2300 Arten von Gottesanbeterinnen, in ca. 435 Gattungen. Damit Mantiden ihre Häutungen unbeschadet vollziehen können, sollte die Terrarienhöhe die 4 fache Körperlänge der Tiere aufweisen.

Blütenmantis, Chloroharpax modesta Chloroharpax modesta

Verbreitung

Ihr Verbreitungsgebiet sind hauptsächlich die Tropen und Subtropen. Sie bewohnen Gebiete von Tropischen Regenwäldern bis Wüsten, aber auch gemäßigte Regionen. Man findet sie auf Bäumen, Büschen, blühenden Pflanzen und am Boden. In Deutschland ist Mantis religiosa (Gemeine Gottesanbeterin) am Kaiserstuhl Verbreitet, und ist STRENG GESCHÜTZT!

kleine Astmantis, Popa spurca crassa Popa spurca crassa

Verhalten

Als Lauerjäger verharren sie Stundenlang reglos an einem Platz, und haben ihre bedornten Fangbeine dabei angewinkelt. Durch diese Haltung sieht sie aus wie eine betende Person. Haben sie ein Beutetier entdeckt, wird es fixiert und wenn es nahe genug ist, blitzschnell zugeschlagen, und sofort verspeist. Einmal was in den Fangbeinen, gibt es keine Chance zu entkommen. Ein Bekanntes Merkmal ist wohl auch der sexual Kannibalismus. Weibchen fangen an, die Männchen während des Geschlechtsaktes zu verspeisen. Oder danach, wenn das Männchen nicht schnell genug ist, dass weite zu suchen. Die kleinste Art wird mal gerade ca. 1,2 cm gross (Micromantis glauca beide Geschlechter messen 1,2 cm) Bei der grössten Art Ischnomantis gigas erreichen die Weibchen eine größe von 17 cm, die männchen eine größe von 14 - 14,5 cm.

Aggressivität: bei allen Mantiden ist das Zusammenhalten immer eine heikle Angelegenheit.

Blütenmantis, Pseudocreobotra wahlbergii Pseudocreobotra wahlbergii

Futter

Gottesanbeterinnen haben einen sehr gesunden Appetit. Als Futter wird eigentlich alles angenommen was man ihnen anbietet und sie überwältigen können. Das können Fliegen, Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Fliegenmaden und Mehlwürmer sein. Es gibt Berichte, dass grosse Arten der Gottesanbeterinnen sogar kleine Mäuse, Frösche, Vögel und sogar Reptilien erbeuten.

Geistermantis, Phyllocrania paradoxa Phyllocrania paradoxa

Systematik

Stamm: Gliederfüßer - Arthropoda
Unterstamm: Tracheentiere - Tracheata
Überklasse: Sechsfüßer - Hexapoda
Klasse: Insekten - Insecta
Unterklasse: Fluginsekten - Pterygota
Überordnung: Fangschrecken sind mit Schaben und Termiten verwandt- Dictyoptera
Ordnung: Fangschrecken - Mantodea BURMEISTER 1838