Echsen sind eine große Gruppe der Reptilien

Die kleinste Echse ist Brookesia micra das Stummelschwanzchamäleon. Die größte Echse ist Crocodylus porosus das Leistenkrokodil. Echsen (Lacertilia) werden in
Teilordnungen gegliedert:
Leguanartige - Iguania
     Leguane,  Agamen, Chamäleons etc.
Geckoartige - Gekkota 
     Geckos und Verwandte
Skinkartige - Scincomorpha 
     Skinke, Eidechsen, Gürtelschweife etc
Schleichenartige - Anguimorpha
     Schleichen, Warane,Krustenechsen

 

Rote Stachelagame, Agama aculeata, ground agama Agama aculeata, Rote Stachelagame,

Die Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata) beinhaltet zwei Unterordnungen:
- Echsen (Lacertilia - früher Sauria)
- Schlangen (Serpentes)
Mit 9670 Arten belegen sie einen recht großen Teil der Landwirbeltierfauna. Der Überwiegend größte Teil der Schuppenkriechtiere sind mittelgroß.

Madagaskar Sandleguan, Chalarodon madagascariensis, Madagascar iguana Chalarodon madagascariensis, Madagaskar Sandleguan

Bodenbewohnende und baumbewohnende Echsen

Es gibt Bodenbewohnende und baumbewohnende Echsen die tagaktiv sind. Sie bewohnen alle Kontinente, ausser die Antarktis, den Norden Kanadas, Grönland, und Sibiren. Sie sind in vielen verschiedenen Lebensräumen zu finden. Von der heissesten Wüste bis zur Schneegrenze in den Hochgebirgen. In nördlichen Gebieten sind die wenigsten Arten zu finden.

Echsen sind wechselwarme Tiere

(Poikilotherm), die ihre Körpertemperatur nicht selber regeln können. Sie sind Abhängig vom Klima, Temperatur und Sonneneinstrahlung ihrer Umgebung.
Viele Arten haben die Fähigkeit ihren Schwanz abzuwerfen (Autotomie), um einem Angreifer zu entkommen. Solange der Angreifer mit dem windenden Schwanz beschäftigt ist, können die Echsen das weite Suchen um sich zu verstecken. Der Schwanz wächst mit der Zeit wieder nach aber nicht so lang und schön wie das Original. Sie haben ein Trommelfell (Tympanum) das gut zu erkennen ist. So wie Schlangen und Schildkröten häuten sich auch Echsen nur nicht in einem Stück, sie häuten sich Stück für Stück.
Auch bei Echsen sollte man dringend darauf achten, das die alte Haut komplett gehäutet wird.

Biberschwanzagame, Xenagama batilifera Xenagama batilifera, Biberschwanzagame

Die besonderen Fähigkeiten

Einige Vertreter der Basiliscinae besitzen die fähigkeit sich aufzurichten um auf den Hinterbeinen davon zu rennen.
Die Flugdrachen haben die Fähigkeit sich im Gleitflug fort zu bewegen. Chamäleons können sich mit ihrem Schwanz festhalten.
Geckos können dank ihrer Haftlammelen selbst an senkrechten glatten Wänden und über Kopf an Decken laufen.

Fortpflanzung

Unter den Echsen gibt es Eierlegende Arten (ovipar), die Entwicklung der Jungen beginnt im Mutterleib und wird außerhalb des Mutterleibs beendet. Es gibt Ei-Lebend-Gebärende Arten (ovovivipar), die Eier reifen im Mutterleib, die Jungen schlüpfen noch im Mutterleib, während oder kurz nach der Eiablage. Bei Lebendgebärenden Arten (vivipar) bleiben die Jungen während der gesamten Entwicklung im Mutterleib.
Männchen besitzen ein paariges Kopulationsorgan (Hemipenis). Brutpflege wird bei Echsen selten betrieben. Allerdings gibt es einige Arten, die ihre Jungen in der nähe dulden.

Blauer Madagaskarleguan, Oplurus fierinensis Oplurus fierinensis, Blauer Madagaskarleguan

Die Nahrung der Agamen, Leguane und Geckos

Ihre Nahrung besteht Hauptsächlich je nach größe der Echse aus den verschiedensten Gliedertieren und Insekten. Einige Echsenarten sind gemischtköstler, sie benötigen auch einen Teil Pflanzliche Nahrung. Ein geringer Teil der Echsen ernährt sich Hauptsächlich oder nur von Pflanzlicher Kost z.B. die Meerechsen und der Grüne Leguane, die in der Jugendphase aber auch Insekten und kleine Säugetiere nicht verachten. Warane hingegen sind reine Fleischfresser.

Systematik

Stamm: Chordatiere - Chordata
Unterstamm: Wirbeltiere - Vertebrata
Überklasse: Kiefermäuler - Gnathostomata
Reihe: Landwirbeltiere - Tetrapoda
ohne Rang: Amnioten - Amniota
ohne Rang: Sauropsiden - Sauropsida