Callopistes maculatus, Chile Teju

Lateinischer Name: Callopistes maculatus
Deutscher Name: Chile Teju
Englischer Name: Chilean Dwarf Tegu 

Herkunft

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Nord- und Mittelchile. Von der Region Copiapo bis Cauquenes. Sie bewohnen Täler und Buschland von halbtrockenen Wüstengebieten. Im südlichen Norden ihres Verbreitungsgebietes ist halbtrockenes Klima vorherrschend und die Temperaturen steigen im Sommer nicht über 30°C. Der Niederschlag nimmt im Süden ein wenig zu und es werden Werte um 250 mm erreicht. Zwischen Tag und Nacht herrschen enorme Temperaturunterschiede und es kann empfindlich kalt werden. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 – 50 %. Sie leben in einem sehr niederschlagsarmen Gebiet, wobei die Luftfeuchtigkeit am Morgen, durch die nähe zum Pazifik, jedoch recht hoch ist. Sie kommen in Höhen bis 500 Meter vor, gelegentlich wurden sie aber auch bis in Höhen von 1000 Metern gesichtet. Sie graben sich Höhlen, oder leben zwischen Felsspalten. Sie verbringen auch mal einige Tage in kühleren Höhlen, die nur verlassen werden, um sich zu Sonnen oder zu Jagen. Callopistes maculatus aus dem Südlichen Verbreitungsgebiet hält eine mehrmonatige Winterruhe, die bis zu 5 Monaten dauern kann. In der Zeit zehren sie von den Fettreserven, die sie in ihrem Schwanz speichern. Nach der kühleren Winterruhe, erfolgt im Frühling die Paarung. Die Weibchen haben zwei Gelege im Jahr mit maximal 6 Eiern pro Gelege. Die Eier werden in verlängerten Höhlen gelegt in denen sie auch selber leben, oder sie werden vergraben. In Freier Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Insekten, kleinere Echsen und Eier.

Beschreibung

Die Tejus können eine Gesamtlänge von 50 cm erreichen. Die Schwanzlänge beträgt mehr als die 2fache Kopf-Rumpf-Länge. Sie haben einen schlanken Körper, mit recht kräftigen Gliedmaßen und langen Zehen. Ihre Färbung ist braun bis rotbraun, mit weiß umrandeten, dunklen Flecken. Bei den Männchen ist der Bauch Lachsfarben bis Orange oder Rot gefärbt. Bei den Weibchen ist der Bauch leicht gelblich oder weißlich gefärbt. Männchen werden größer haben einen massigeren Kopf und ausgeprägte Femoralporen, die Weibchen bleiben kleiner und zierlicher.

Terrarium

Callopistes maculatus sollten in geräumigen Trockenterrarien gehalten werden. Mindestanforderung an die Terrarien Größe, gemessen an der KRL sollte 7 x 4 x 3 L x B x H betragen. Mir erscheint die Höhe etwas gering. Deshalb, je größer das Terrarium desto besser. Als Einrichtung sollte man Steinaufbauten mit integrierten Höhlen einbringen, die den Tieren auch Versteckmöglichkeiten bieten. Da die Tejus gerne graben und buddeln, sollte man Steinaufbauten direkt auf den Terrarien Boden platzieren, (damit sie nicht untergraben werden können) und mit Zement (oder ähnlichem) verbinden, so kann man verhindern, dass sie von eventuell fallenden Steinen erschlagen werden. Als Bodengrund eignet sich Sand, der ca.15 cm hoch eingebracht werden sollte, damit die Tejus auch zusätzlich noch Höhlen graben können. Damit die Höhlen nach dem graben nicht zusammenfallen, kann man den Sand mit Lehmpulver vermischen, im Verhältnis 25kg Sand und 5kg Lehmpulver. Als Klettermöglichkeit und zur Dekoration, kann man das Terrarium noch mit kräftigen Ästen oder Wurzeln ausstatten. Als Pflanzen eignen sich Trockengräser oder Sukkulenten, die das Klima vertragen können. Da die Tejus gerne graben, werden die Pflanzen auch oft eingegraben und das nehmen sie einem meistens übel. Da kann man nur ausprobieren.
Die Tejus kommen zwar aus Trockengebieten, dennoch ist für eine geregelte Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Am besten in den Nacht- und in den Morgenstunden. Das erreicht man, in dem man am Abend, bevor die Beleuchtung ausgeht das Terrarium übersprüht. Die Luftfeuchtigkeit ist auch für die Häutung wichtig. Sollten Hautreste einmal nicht abgestreift werden, z.B. am Schwanzende oder an den Zehen, werden sie durch die abgetrocknete Haut eingeschnürt und können mit der Zeit absterben. Deshalb ist bei Häutungen immer darauf zu achten, dass sämtliche Hautreste abgestreift wurden. Häutungsschwierigkeiten treten unter anderem bei zu trockener Haltung auf! Eine Stelle sollte im Terrarium immer leicht feucht (nicht nass!) gehalten werden. Um das Trinkbedürfnis zu stillen, ist eine Wasserschale ausreichend. Die Umgebungstemperatur sollte 25° – 30°C, lokal 35° - 40°C erreichen. Nachts sollte die Temperatur auf 15° - 20°C zurückgehen. Wichtig ist eine UV-Beleuchtung, die einen UV-B Anteil von 5% haben sollte. Die bewirkt außerdem, dass das Vitamin D3 umgesetzt wird. Wichtig für den Knochenaufbau. Da die Tejus aus Wüsten- und Halbwüstengebieten kommen benötigt man eine gute Lichtintensität. Das erreicht man, indem man noch zusätzlich ein Tageslicht anbringt. Und nun wird an einer Stelle noch ein Wärmestrahler angebracht, damit man eine lokale Temperatur (unterm Strahler) von 35° - 40°C erreicht. Das nutzen die Tiere um sich aufzuwärmen und zum Sonnenbaden. Bei mir liefen UV-Beleuchtung und Wärmestrahler 10 Stunden und das Tageslicht 12 Stunden. Als Futter bietet man Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Schaben. Selbst kleinere Echsen und Babymäuse werden nicht verschmäht. Futter anbieten sollte man jeden zweiten Tag, und einmal in der Woche die Futtertiere mit einem Vitamin-Mineralstoffpräparat einstäuben. Zusätzlich gab ich noch geraspelte Sepiaschale.

Zucht

Eine Winterruhe von 8 Wochen ist zu empfehlen. Um die Winterruhe einzuleiten, lässt man die Tejus 10 Tage fasten damit sie ihren Darm entleeren können. Danach kann die Beleuchtung ausgestellt werden. In dieser Zeit ist das Terrarium ein- bis zweimal in der Woche zu Übersprühen. Die Temperatur und Beleuchtung werden über zwei Wochen langsam runtergefahren. Die Temperatur sollte dann 10°- 15° C betragen. Nach 8 Wochen lässt man Temperatur und Beleuchtung langsam wieder ansteigen. Nach der Winterruhe füttert man Abwechslungsreich und gut. Meist beginnen kurz danach die ersten Paarungen. Wenn das Weibchen die Eier Abgelegt hat, sollte man sie in einen Inkubator überführen. Durch ihre Grabaktivitäten könnten sie die Eier sonst wieder ausgraben. Die Inkubationstemperatur sollte 30° C betragen, und die Luftfeuchtigkeit bei 90% liegen. Die Inkubationszeit beträgt 90 – 120 Tage. Bei der Aufzucht von Jungtieren sollte man bedenken, dass sie recht empfindlich auf zu trockene Haltung reagieren. Es ist auch auf eine Regelmäßige UV-Bestrahlung zu achten. Die Futtertiere sollten einmal in der Woche mit einem Vitamin- Mineralstoffpräparat eingestäubt werden. Die kleinen fressen Insekten, ihrer größe angepasst.                                 zurück

Systematik

Erstbeschreibung: Gravenhorst, 1838

Überordnung: Schuppenechsen - Lepidosauria
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata 
Lacertoidea

Familie: Schienenechsen - Teiidae